Vortrag Andrea Wald am 14. Dezember 2011 im Institut für Wissenschaft und Kunst (Wien)
Im Zentrum des kommenden Late NITE Lacan wird die Frage nach der Subjektkonstitution bei Lacan stehen. Wie ist dessen Begriff der Subjektivität zu verstehen? Wie sind Welt und Subjekt miteinander verwoben? Und welche âAufgabeâ hat das Subjekt nach Lacan für das Individuum zu leisten?
Ich möchte mich diesen Fragen durch die Analyse des Lacanschen Begriffs der Aphanisis annähern wie dieser ihn in Seminar XI (Die vier Grundbegriffe der Psychoanalyse) in Abgrenzung zu Jones entwickelt hat. Während Jones Aphanisis als âAngst vor dem Verschwinden des Begehrensâ versteht, reinterpretiert Lacan jenes Verschwinden als grundsätzlich und subjektkonstitutiv. Das Subjekt verschwindet. In diesem Verschwinden aber, und nur durch dieses Verschwinden, kann es sich im Symbolischen verankern.
Im Zentrum des Workshops wird ein Close Reading von zwei Kapiteln aus Seminar XI (Kapitel XVI und XVII) stehen. Ausgehend davon sollen Verbindungen zu Lacans Buchstabentheorie sowie zu seinen Ãberlegungen zu Alienation und Separation gemacht werden.
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